Unser erster Schritt in die Zukunft der Energiespeicherung

2016 war für uns ein Meilenstein: Auf dem Campus der Technischen Universität München entstand unser erster PRL-Speicher – und damit der Startschuss für eine neue Ära der Energiespeicherung.

Mit einer Leistung von 1,4 MW und einer Kapazität von 1,2 MWh war dieses Projekt nicht nur technisch beeindruckend, sondern auch ein Symbol für Innovation und Mut. Damals ausschließlich für die Bereitstellung von Primärregelleistung (PRL) konzipiert, hat sich die Anlage zu einem echten Reallabor entwickelt. Hier haben wir entscheidende Erkenntnisse gewonnen – über die Vermarktung von PRL, den Intraday-Handel und sogar über praxisnahe Brandschutzkonzepte, die wir gemeinsam mit der Münchner Berufsfeuerwehr getestet haben.

Wie fortschrittlich war das 2016?

Als der Speicher in Betrieb ging, befand sich die Batteriespeicherlandschaft noch in einer frühen Phase. Große Lithium-Ionen-Speicher waren in Europa eine Seltenheit. Die meisten Projekte lagen im Bereich von wenigen hundert Kilowatt – ein Speicher mit 1,4 MW Leistung und 1,2 MWh Kapazität gehörte damals zu den größten seiner Art in Deutschland.

Die eingesetzte Technologie war ebenfalls bemerkenswert: Lithium-Ionen-Zellen von Samsung SDI und Daimler galten als State-of-the-Art und waren für stationäre Anwendungen noch neu. Die Integration in die 20-kV-Spannungsebene und die modulare Ausführung mit Batteriecontainer, Wechselrichter-Container und Kompakt-Trafostation war ein hochmodernes Konzept.

Auch die Geschäftsmodelle steckten noch in den Kinderschuhen. Primärregelleistung (PRL) war eines der wenigen etablierten Einsatzfelder für Batteriespeicher. Konzepte wie Intraday-Handel oder die Mehrfachnutzung von Speichern waren 2016 noch Zukunftsmusik – genau deshalb war die Weiterentwicklung dieses Projekts zu einem Reallabor so wichtig.

Technische Eckdaten auf einen Blick

  • Leistung: 1,4 MW
  • Kapazität: 1,2 MWh
  • Spannungsebene: 20 kV
  • Zellen: Samsung SDI | Daimler
  • Ausführung:
    • 1 Batteriecontainer (40 ft)
    • 1 Wechselrichter-Container
    • 1 Kompakt-Trafostation

Ausblick: Was wir gelernt haben

Dieses Projekt ist für uns mehr als ein technischer Erfolg. Es ist ein Symbol für Pioniergeist und Innovation. Es zeigt, wie sich Energiespeicher von reinen Netzstabilisatoren zu flexiblen, marktorientierten Lösungen entwickeln – und wie wichtig es ist, den ersten mutigen Schritt zu gehen.

Die Erkenntnisse aus Garching fließen heute in neue Projekte ein, die noch leistungsfähiger, skalierbarer und wirtschaftlicher sind. Die Zukunft der Energiespeicherung liegt in der Kombination aus technischer Exzellenz und intelligenten Vermarktungskonzepten – und genau daran arbeiten wir weiter.

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